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Die Diebesgilde

Entstehung

Nach dem Krieg war der Stadtstaat in einer miserablen Position. Trotz des Binnenhafens mit Verbindung zum Meer machte sich die fehlende Führung von Vincente di Venduto stark bemerkbar. Auch der Stadtvogt kümmerte sich kaum um die Belange der Stadt, da dieser seine Prioritäten eher auf das Füllen seiner eigenen Taschen setzte. Bestechung und Korruption hielten starken Einzug in den Stadtstaat.

Dieser Prozess hatte wirtschaftlich und gesellschaftlich gesehen schwere Folgen. Es wurde vermehrt gestohlen, bestochen, sogar vergewaltigt und gemordet. Solange man genug Geld zum Schmieren an der richtigen Stelle hatte, war alles kein Problem und es galt das Recht des Stärkeren oder eben das des Reicheren.

Dies besserte sich erst mit der Gründung der Diebesgilde, die sich selbst auch die “Bewahrende Hand” nennt. So gut wie niemand weiß etwas um die Entstehung der Gilde. Fakt ist, dass es viele kleine Banden und Gruppierungen gab, die entweder übernommen oder gar ausgelöscht wurden.

Die Gilde ließ die grundsätzliche Struktur des Stadtstaates unangetastet, mischte sich jedoch stärker in politische Belange ein, als man es von einer Diebesgilde erwarten könnte. Sie ordneten die kriminellen Strukturen in der Stadt zu ihrem Vorteil, aber auch zum Vorteil der Bürger. So forderten sie zum Beispiel Schutzgelder ein, schützten die Zahlenden aber auch wirklich.

Durch diese intelligente und strukturierte Vorgehensweise, hatte die Diebesgilde in sehr kurzer Zeit beinahe überall ihre Finger im Spiel und es gibt kaum einen Handel, an dem die Gilde nicht mitverdient.

Den Stadtvogt und auch den Freiherren interessierte diese Entwicklung kaum, wurden sie doch von der Gilde immer wieder reich beschenkt, sodass die Obrigkeit kaum ein Interesse hatte, ihrem Treiben Einhalt zu gebieten. Im Gegenzug achtete die Diebesgilde genau darauf, den Bogen nicht zu überspannen. Es wurden keine groß angelegten Raubüberfälle inszeniert, man bestahl nicht im großen Stil die Adeligen und einflussreichen Bürger dieser Stadt und die Gilde erpresste, bestach und nahm Einfluss wo sie nur kann.

Diese Gesetze sind in aller Regel weniger Wert, als das Papier auf dem sie geschrieben sind. In Penumbra herrscht vor allem das Gesetz der Gilde und dieses Gesetz ist ungeschrieben. So darf zwar mit jeder Ware gehandelt werden, die Gilde aber achtet sehr genau darauf. Und obwohl jeder in Penumbra willkommen ist, weiß die Diebesgilde durchaus Möglichkeiten, einzelnen Personen den Zutritt zur Stadt zu verwehren.

Organisation

Über den Kopf der ganzen Organisation ranken sich bisweilen viele Gerüchte. Bekannt ist er unter dem Namen “der maskierte Bewahrer”. Ihm unterstehen die „Geheimnisträger“ und wie ein Stammbaum fächert sich die Organisation nach unten immer weiter auf. Die genaue Hierarchie ist jedoch bewusst undurchsichtig. Anzahl und Namen werden zum Schutz der Mitglieder geheim gehalten und so ist es Regel, dass ein Mitglied nur mit einer einzigen Person über und einer Person unter sich Kontakt aufnehmen kann. Die Identitäten eines jeden Mitgliedes kennt allein der Maskierte Bewahrer. Bei einem Treffen der Führungsriege tragen daher alle Anwesenden Masken.

Gegner

Prominentester Vertreter der Gildengegner ist der Oberste Richter Guiliano di Justica, welcher seinen Einfluss durch die Macht der Gilde geschmälert sieht. Er geht mit aller Härte gegen die Machenschaften der Gilde vor und hat auch engen Kontakt zu den di Vendutos. Er ist noch nicht allzu lange im Amt, daher haben sich sowohl die Gilde, als auch der Oberste Richter noch nicht allzu viel Schaden zufügen können, aber die Zeichen stehen auf Sturm.

Die Gilde und der Handel

Der Verkauf von gestohlenen Waren ist in Penumbra unkomplizierter als in anderen Städten. Dennoch kann es auch hier zu Schwierigkeiten kommen. Daher ist ein Verkauf an die Hehler der Gilde ein sicherer Weg.

Außer der eigenen Verfolgung von Zielen, nimmt die Gilde gerne und häufig Aufträge an. Das Beschaffen eines bestimmten Gegenstandes, das Erpressen einer Person, das Schmuggeln von Waren oder andere mehr oder weniger illegalen Tätigkeiten. Dabei hat die Gilde aber strenge Gesetze, auf welche die Bewahrer genauestens achten.

Einfluss im Ausland

Auch wenn der Einfluss der Gilde in den anderen Baronien drastisch geringer ist, versucht sie ihn dennoch geltend zu machen. So ist die Gilde zum Beispiel durchaus bereit, heiße Ware in andere Baronien zu schmuggeln und dort zu verkaufen. Weiterhin hat die Gilde in den meisten großen Städten Terravinos Hehler und Informanten. Aus politischen Angelegenheiten in anderen Baronien hält sich die Gilde bisher zurück, aber durch das Netzwerk hat sie die Möglichkeit, ihre Einnahmen zu maximieren.

Die Gesetze der Gilde

1.) Es wird kein Opfer getötet, es sei denn es lässt sich nicht vermeiden.

2.) Über Aufträge, die Diebstahl bei Adeligen fordern, entscheidet allein der maskierte Bewahrer

3.) Größere Aufträge, die den Nicht-Adeligen betreffen, fallen unter die Zuständigkeit des entsprechenden Geheimnisträgers.

4.) Aufträge, die mit Mord zusammenhängen, sind abzulehnen.

5.) Jeder Auftraggeber ist streng zu überprüfen

6.) Niemals soll ein Dieb der Gilde ein anderes Mitglied verraten.

7.) Wird ein Mitglied gefangen genommen und droht ihm eine Verurteilung, wird versucht, es freizukaufen.

8.) Sollte ein Freikauf nicht möglich sein, gilt es die Weitergabe von Informationen zu verhindern.

9.) Diebe, die nicht zur Gilde gehören und Händler bestehlen, die bezahlt haben, werden von der Gilde bestraft oder an die Wache ausgeliefert. Das Diebesgut geht zurück an die Eigentümer.

10.) Gildenmitglieder, die gegen das Gesetz der Gilde verstoßen, werden ausgestoßen.

diebesgilde.txt · Zuletzt geändert: 2017/09/12 19:29 von mary